{:de}Wir lieben Bremen und wir haben entschieden, uns hier niederzulassen 

Ebenso wie viele andere Familien haben auch mein Partner und ich uns entschieden, Bremen zur Heimat unserer Familie zu machen, denn wir genießen die Lebensqualität, die die Stadt uns bietet: Bremen ist multikulturell, progressiv und offen, ebenso wie ich es aus meiner Heimat, der San Francisco Bay Area kenne. Und – darin unterscheidet es sich von den meisten Orten in den USA – wir können hier von unserem Arbeitseinkommen recht gut leben.

Wir gehen unserer Arbeit nach. Wir zahlen unsere Steuern. Wir respektieren andere, und wir halten unsere Kinder an, dies ebenfalls zu tun. Ich kriege sie sogar dazu, herumliegenden Müll auf den Spielplätzen fix einzusammeln. Auch wenn ich die deutsche Staatsbürgerschaft nicht besitze, mich also an Wahlen nicht beteiligen darf, weiß ich es sehr zu schätzen, unsere Kinder in Bremen mit einer besseren Lebensqualität großziehen zu können, als es mir in den USA möglich wäre. Und ich schätze die von Gemeinsamkeit und Konsens geprägte Grundeinstellung in Deutschland, die das Alltagsleben hier durchdringt.

Hier kommt nun aber das illegale Parken ins Spiel.

Nachdem unsere Tochter geboren war, konnte ich sie erst ab dem Zeitpunkt auf dem Fahrrad mitnehmen, ab dem sie in der Lage war, ihr Köpfchen im Kinderanhänger gut aufrecht halten zu können. Zunächst aber trug ich sie viel im Tuch vor dem Bauch, oder ich schob sie im Kinderwagen. Aber allzu häufig waren die Gehwege zu eng für den Kinderwagen. An und für sich waren sie in Ordnung: Es waren die illegal halb auf dem Gehweg abgestellten Fahrzeuge, die uns den Gehweg  verbauten und dies ganz besonders an den Tagen der Müllabfuhr.

Es ist illegal

Die deutsche Straßenverkehrsverordnung legt eine Gehwegbreite von 2m fest. Dies wird als angemessene Breite angesehen, um Kinderwagen, Rollstuhlfahrer*innen, Fußgänger*innen oder auch einfach zwei Personen, die Arm in Arm gehen, genügend Raum zu geben.

Häufig kann ich jedoch nicht zum Kindergarten, zum Einkaufsladen oder zur Straßenbahnhaltestelle gelangen, ohne mein Kind von der Hand zu lassen, da Autos auf dem schmalen Streifen öffentlichen Raumes – dem Gehweg –  abgestellt sind, der eigentlich für uns vorgesehen ist.

Es wird nichts unternommen

Ich bin schlichtweg schockiert darüber, an wie wenigen – im Vergleich zu vielen anderen Städten auf der Welt- illegal abgestellten privaten Autos in Bremen jemals ein Strafzettel angeheftet wird und wie selten Fahrzeuge überhaupt abgeschleppt werden. In der Bremer Neustadt parken Autofahrer ganz regelmäßig „aufgesetzt“ auf den Gehwegen. Das ist illegal, wird aber in den seltensten Fällen geahndet. Sie gefährden die Sicherheit von Fußgänger*innen, sie verstellen die Einsehbarkeit von Straßenquerungen – im besonderen Maße für Kinder. Nicht einmal gegen das Parken auf abgesenkten Randsteinbereichen und Rollstuhlrampen – den Behörden wohlbekannt und häufig angemahnt – wird eingeschritten.

Nachbar*innen aus näher am Flughafen gelegenen Bereichen der Bremer Neustadt berichten, dass Autos über Wochen so abgestellt werden, während ihre Besitzer*innen Ferien machen. In Straßen, die angrenzend zur Straßenbahnlinie 6 (zum Flughafen) verlaufen, stellen Urlaubsreisende ihr Auto kostenlos ab, gehen mit dem Rollkoffer um die Ecke zur Straßenbahn, die sie zum Flughafen bringt, und erfreuen sich eines sonnigen Urlaubs – während ihr Auto ungenutzt vor einem Haus steht, oft den Gehweg blockierend und andere Personen gefährdend. In meiner unmittelbaren Nachbarschaft befindet sich ein verlassenes Haus und – dies geht so seit Jahren – Auto und Motorrad des Besitzers stehen ungenutzt herum, während allerlei Grünzeug unter ihnen hervorwächst. Wenn Parkplätze derart knapp sind, warum wird dem hier nicht Abhilfe geschaffen?

Mein Sohn lernt gerade das Fahren mit einem Kinderfahrrad. Per Gesetz muss er dazu den Gehweg benutzen, ebenso wie ich als seine Begleitung. In der Brinkumer Straße, die zu seinem Kindergarten führt, kann er nicht sicher radeln – der Gehweg ist durch die illegal geparkten Autos total eingeengt. Er muss auf die Fahrbahn ausweichen, was wiederum aus meiner Sicht als Mutter nicht sicher ist. Aber welche Wahl habe ich denn, wenn all der gepflasterte öffentliche Raum in unserer Nachbarschaft von Privatfahrzeugen besetzt wird?

Zwei Arten des illegalen Parkens

Als ich angefangen habe zu gucken, was genau (nicht) erlaubt ist, habe ich schnell festgestellt, dass es in Bremen zwei Arten des illegalen Parkens gibt.  Da sind Autofahrer*innen, die aus Unwissenheit auf dem Gehweg oder auf Rollstuhlrampen parken. Allerdings frage ich mich, warum die so etwas nicht in der Fahrschule gelernt haben. In Kalifornien, wo ich meinen Führerschein gemacht habe, war es Pflicht, so etwas zu wissen.

Die zweite Art, Autos illegal hinzustellen ist wesentlich hinterlistiger. Das ist diese „Ich bin nur kurz beim Bäcker“–Einstellung, mit der die/der Autofahrer*in sein/ihr Auto einfach auf dem Gehweg, in die Kreuzung rein, auf dem Radweg oder auf der Rollstuhlrampe postiert.  Diesen egozentrischen Mini-Kriminellen ist es völlig egal, ob da vielleicht jemand mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen durch muss, und ein solches Verhalten zeigt ganz deutlich die Probleme unseres Verkehrs-“Systems”: Individuelle Bequemlichkeit ist wichtiger als die sozialen Bedürfnisse Anderer oder die Notwendigkeiten einer dichtbesiedelten Stadt.  Hier wird der motorisierte Individualverkehr wichtiger genommen als alles andere.

Leider haben viele Lieferwagenfahrer*innen auch diese Einstellung des „Ich bin gleich wieder da“.  Es gibt keine Ladezonen vor Geschäften, wie ich das aus den USA kenne, oder zumindest habe ich so etwas hier in Bremen nie gesehen.  Da viele von uns immer mehr im Internet bestellen, nehmen solche Fahrten zu, und die Fahrer*innen werden pro Lieferung, nicht pro Stunde, bezahlt.  Als ehemalige Radkurierin weiss ich:  Ich muss die Gesetze brechen, um genug zu verdienen.  Aber Lieferverkehr verstopft unsere Strassen und führt dazu, dass Fussgänger*innen und Fahrradfahrer*innen blockiert werden. Das ginge auch anders: Ein gutes Beispiel ist die Stadt Gent ….

 

Wir denken vielleicht, dass diese Gewohnheit des „Mal eben schnell hier parken“ nicht gefährlich ist. Und ich habe gedacht, dass dieses “aufgesetzte Parken” in Bremen normal und erlaubt ist. Weit gefehlt:  Es schafft einen Präzidenzfall. Wir lassen illegales Handeln zu, das Fussgänger*innen und dadurch auch Kinder, Rollstuhlfahrer*innen, Menschen mit Rollatoren und viele andere gefährdet, statt sie zu schützen.  Noch schlimmer, Autofahrer*innen werden noch bestätigt in ihrem illegalen Handeln, denn es gibt in der Regel kein „Knöllchen“ und es wird höchst selten abgeschleppt.

Noch schlimmer, es zeigt deutlich, dass die Exekutive, die Verwaltung und ihre Entscheidungsträger*innen in Bremen die Rechtsstatlichkeit nicht ernst nehmen.

Kein Kavaliersdelikt!

Wenn die Polizei oder Verkehrsüberwachungsämter solche “Kavaliersdelikte” wie aufgesetztes Parken ignorieren, ist es leichter, auch Autos, die in der 5-m-Zone oder auf Radwegen parken, zu ignorieren.  Aber das ist kein Kavaliersdelikt, denn da werden im schlimmsten Fall Rettungsdienste und Feuerwehren blockiert.  Autos werden ohne rechtliche Konsequenz auf Rollstuhlrampen, Kreuzungen, Radwegen oder, wo auch immer der/die Fahrer*in es “bequem” findet, geparkt.  Manche bleiben tage- oder sogar wochenlang abgestellt, bis der/die Fahrer*in “Zeit findet“, sein heilix Blechle zu bewegen.

Parkraumkontrolle oder sogar Parkraumbewirtschaftung ist keine utopische Idee.  Wo ich herkomme, wird das Auto abgeschleppt, wenn auch nur die Hälfte eines Hinterrads die Einfahrt blockiert. 1998 in Capitol Hill in Seattle hat meine Freundin so geparkt, dass ein Teil ihres Hinterrads eine Einfahrt blockierte.  In weniger als eine Stunde war ihr Auto abgeschleppt, und sie musste $400 bar bezahlen, um ihr Auto wieder zu bekommen. Höchstwahrscheinlich ist diese Gebühr jetzt wesentlich höher.

Warum ist Bremen so respektlos gegenüber seinen Bürger*innen?

So ein Auto ist bequem. Ein Parkplatz vor der Haustur auch. Aber diese Bequemlichkeit bringt uns Menschen um.

In allen Industrienationen ist viel zu viel öffentliche Fläche durch privaten, motorisierten Verkehr besetzt.  Aber die Strassen gehören dem Staat und dadurch eigentlich allen Bürger*innen. Das gilt auch für die Bürgersteige, auch wenn diese mit Autos vollgeparkt sind.

Ist der Autoverkehr wirklich so heilig für die Entscheidungsträger*innen in Bremen, dass sie weggucken, während private Automobile öffentliche Flachen besetzen, Flächen, die eigentlich für Menschen gedacht sind?

Für nichtbehinderte Menschen ist es kein großer Akt, einige Meter zum Auto zu laufen – für die Fälle, wo wir ein Auto in der Großstadt tatsächlich brauchen.  Natürlich haben Eltern mit Babies und Kleinkinder, Rollstuhlfahrer*innen und ähnliche Gruppen andere Bedürfnisse! Ladezonen, die letzten Kilometer von Lieferwegen mit Elektrobikes oder ähnlichen Verkehrsmitteln, mehr lokale Geschäfte in fußläufiger Reichweite – es gibt zahllose kreative und vor allem menschengerechte Ideen, unsere Städte für Menschen, für Fußgänger und Kinderwagen mehr zugänglich zu machen und unsere öffentlichen Flächen Lebewesen statt Autos zur Verfügung zu stellen.

Aber ich frage mich immer noch, warum ist Bremen so respektlos seinen Bürger*innen gegenüber, besonders Fussgänger*innen und Radfahrer*innen?

Ist kostenloses Parken tatsächlich so wichtig, dass Bremen wegguckt, auch wenn es illegal stattfindet und Menschen gefährdet?

Viele denken, dass kleine Geschäfte das Umsonst-Parken brauchen, obwohl es immer wieder bewiesen ist, dass gerade kleinere Geschäftsstrassen eigentlich vom Fuss- und Radverkehr profitieren. Gerade Radfahrer sind schneller unterwegs, halten aber oft an, um mal eben schnell einzukaufen.

Die Lösung ist ganz einfach

Parkraumbewirtschaftung, wie in anderen Städten, die ähnlich gross sind, wäre eine leichte Lösung und würde auch mehr Einnahmen für Bremen bedeuten.  Es würde auch zeigen, dass die Politik in Bremen das Problem (und die Gesetze) ernst nimmt.

Gerade weil Bremens Regierung sich entschieden hat, illegales, unsoziales, und gefährliches Verhalten im öffentlichen Raum in Schutz zu nehmen, müssen wir Nachbar*innen, Eltern, Menschen die zu Fuss oder mit dem Rad  unterwegs sind (was eigentlich fast alle einschliesst!), auch Rollstuhlfahrer*innen oder Menschen, die Rollatoren benutzen oder Kinderwagen schieben, den Wandel selber voranbringen.

Und gerade weil wir Bremen gerne haben, und den bunten, offenen und freundlichen Charakter unserer Stadt geniessen und schützen wollen!

Redet mit Euren Nachbarn*innen, Kolleg*innen, Freund*innen darüber! Ruft das Bürgertelefon (361-0) an und fragt mal nach, warum illegales Parken erlaubt ist. Nennt dazu gerne die Strasse und das Autokennzeichen – in Berlin verändert sich da was, wird Parken besser kontrolliert, weil die Nachbarn es von der Stadt einfordern. Macht es ihnen nach, nehmt es selbst in die Hand!

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We like Bremen and chose to make it our home

Like many families, my partner and I chose to raise our children in Bremen because we enjoy the quality of life here.  Like the San Francisco Bay Area where I grew up, Bremen is multicultural, progressive, and openminded.  Unlike most of the United States, however, it is still relatively affordable for working families.

We work hard.  We pay our taxes.  We respect others in public spaces and teach our children to do the same.  I even teach my children to pick up trash they find on the playground.  Although I am not a German citizen and cannot vote here, I am grateful for the opportunity to raise my children with a better quality of life than they would have in the USA where I come from.  And I appreciate the fundamental sense of solidarity and consensus that governs daily life in Germany.

That’s where illegal parking comes in.

When my daughter was born, I couldn’t bike with her until she could hold her head enough to sit in the special baby seat in our bike trailer, so I walked a lot both wearing and pushing her, and was often confronted with sidewalks too narrow for a baby carriage.  The sidewalks themselves were fine; it was the cars parked with half their wheels on the sidewalk that made me unable to walk down the street with my baby, especially on garbage day.

It’s illegal

In Germany, the vehicle code requires that sidewalks be 2 meters wide to accommodate baby carriages, wheelchairs, walkers, or simply two people holding hands.  Yet here in the Neustadt, most sidewalks are too narrow, because cars are parked on them!

Often I cannot walk to preschool, or to the grocery store or the tram stop holding hands with my children, because privately owned cars are parked on the narrow strip of public space (the sidewalk) intended for our use.

Nothing is being done

I was frankly shocked to learn how many illegally parked private automobiles are never ticketed or towed here as they would be pretty much everywhere else in the world.  Here in the Neustadt, drivers regularly park on the sidewalk (so-called “Aufgesetzes Parken”, which is technically illegal, though tolerated), often blocking pedestrians’ safe passage, impairing visibility at intersections especially for children, and parking on or wheelchair ramps, is something the authorities here are fully aware of, yet allow.

Neighbors from the other side of the Neustadt, closer to Bremen’s airport, have reported cars sitting idle for weeks on their streets sidewalks while their owners are on vacation.  In the side streets parallel to the #6 tram line to the airport, out-of-towners can park for free, wheel their luggage around the corner, take the tram to the airport, and enjoy a vacation in the sun – while their vehicle sits unused in front of someone else’s house, often parked on the sidewalk where it blocks pedestrians’ safe passage.  A house was condemned right around the corner from my house and, years later, the owner’s car and motorcycle languish undriven, weeds growing under them.  If parking spots are such a premium, why aren’t they ticketed and towed?

My son is now learning to ride his “big boy bike” and required by law to ride on the sidewalk, as am I when I accompany him.  Yet in the Brinkumer Strasse, leading to his preschool, he cannot safely navigate the narrow space left for him by cars parked on the sidewalk, so he regularly has to ride on the street, something that does not feel safe to me, his mom.  Yet with all the public, paved spaces in our neighbourhood being occupied by private automobiles, what choice do I have?

Two types of illegal parking

I started researching what is going on and quickly found out that there are two types of illegal parking here in Bremen:  drivers parking on the sidewalk or on wheelchair ramps, or within 5 meters of an intersection, because they don’t know that it is actually illegal (though I ask myself why they did not have to learn this in order to get a license?  That kind of knowledge was certainly mandatory in California, USA; where I learned to drive!)

The second type of illegal parking is much more insidious.  This is the “I’ll just be a moment” or “just going to the bakery really quickly” attitude drivers have when parking on sidewalks, bike paths, corners or wheelchair ramps.  Here, the driver feels her or his needs to be paramount to those of others, including wheelchair users or parents with babies, or children learning to ride bikes.  These type of lawbreakers, in putting their needs first, represent exactly what is wrong with the transportation “system” – individual “convenience” is put above and beyond neighbourliness or the real needs of a dense, diverse city – instead individual motorized traffic is paramount.

Many delivery vehicles also belong to the category of “I’ll just be a minute” lawbreakers:  because of a lack of “loading zones” (I have never seen such a thing in Germany, at least not here in Bremen) businesses, but also the increasing number of private individuals receiving packages (ordering goods online!) rely on fast delivery;  these businesses often pay their employees per delivery, requiring them to break the law in order to “just quickly” deliver a package.  This extra motorized traffic not only clogs our narrow streets (see picture) but further blocks the safe passage of pedestrians.  A good example of one possible solution for deliveries in dense cities can be seen in Ghent:


It may not seem dangerous, but the “custom” of parking on the sidewalk in Bremen (which I, like many people, actually thought was legal here!) is just the first step on a slippery slope of illegal behavior which not only further endangers the most vulnerable members of society, but also encourages car drivers to break the law.

Furthermore, it shows that Bremen’s authorities and decision makers do not respect the rule of the law.

It’s not a victimless crime

Once the police or parking authorities decide to ignore the so-called “victimless crime” of parking on the sidewalk, it’s easier for them to ignore cars parked in intersections, blocking emergency vehicles.  Cars parked on sidewalks, wheelchair ramps, on bike lanes, and wherever the driver thinks it’s “convenient” remain for days and weeks, until the driver “gets around to” moving them.

Efficient parking control isn’t a utopian idea:  where I come from, even half a rear wheel blocking a ramp or driveway means the car will be towed at the owner’s expense.  When this happened to my girlfriend in 1998, in the Capitol Hill neighborhood in Seattle, she had to pay $400.00 up front in order to retrieve her car;  I would imagine the fees are considerably higher now.

Convenience instead of common sense or social justice

Cars are convenient.  Parking them right in front of your front door is, too.  But it is exactly this convenience that is killing our planet.

Throughout the industrialized world, a great deal of public space is occupied by private motor vehicles.  The roads belong to the state, that is, to taxpayers, as do the sidewalks full of parked cars!

Is car travel so sacred to decision-makers in Bremen that they are willing to look away while private automobiles randomly block spaces designated for pedestrians?

For able-bodied humans (obviously wheelchair users, parents with babies, and other vulnerable citizens need special treatment) walking a few meters to your car – presuming you really do have to use one at all – should not be seen as a burden.  Loading zones, electric bike deliveries, more small local businesses – there are many creative and flexible options to make our cities more walked and more walkable, and to reclaim public space for humans instead of cars.

But I am left asking myself why on earth Bremen would show such blatant disrespect for its most vulnerable citizens?

Is the right to free parking “at any cost”, so sacrosanct that Bremen chooses to turn a blind eye to the dangers it represents, especially for children or the mobility-impaired?

Many believe that small businesses benefit from this “free” parking, though studies show time and time again that business districts which choose pedestrian and bicycle traffic over private automobiles get more customers.

The solution is simple

Parking management, as in other cities of this size, would be an easy way for Bremen to create additional public income and solve the problem.  Furthermore it would demonstrate that politicians and decisionmakers actually respect the rule of law.

Because Bremen’s government chooses to permit illegal, antisocial, and dangerous behaviour, for no sensible reason at all except preserving the status quo, we neighbors, parents, people who  walk or bike (statistically, this includes almost everyone!), wheelchair or walker users, and people who simply enjoy living in a culturally rich, friendly, dense,  openminded, progressive city need to force change.

Talk with your neighbors, colleagues, and friends.  Call the Bürgertelefon (361-0) and ask why this is permitted.  Report illegal behavior to the authorities,  doing so in Berlin has led to the authorities actually doing something about it.

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